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Helen-Keller-Schule Essen
Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt: Körperliche und motorische Entwicklung
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Schulprogramm

4 Spezielle Schwerpunkte unserer schulischen Förderung
4.1 Schwerstbehindertenförderung

Der Anteil schwerstbehinderter SchülerInnen ist in den letzten Jahren deutlich größer geworden. Die Förderung findet in der Regel in den Klassen der entsprechenden Altersstufen statt. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern, den behandelnden Ärzten, LehrerInnen, Pflegekräften und TherapeutInnen werden individuelle Förderpläne für jedes Kind erstellt. Es ist häufig nötig, die Klassen umzugestalten, um diesen Kindern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen. Ein Hauptziel ist die Integration dieser SchülerInnen in den Klassenverband. Zudem existiert eine Kleingruppe, in der die SchülerInnen nach den Prinzipien der basalen Stimulation gefördert werden. Dieses Angebot soll ausgeweitet werden. Um die adäquate und individuelle Förderung weiter verstärken zu können, benötigen wir dringend die Einrichtung effektiver Förderräume:
  • Raum zur Entspannung (mit Musikwasserbett, Liegelandschaft, Wassersäulen, ...)
  • Aktivraum mit Bällchenbad, Kugelbahn etc.
  • Matsch-, Wasser- und Schaumraum
4.2 Kommunikationsförderung

Die Möglichkeit, sich anderen Menschen mitzuteilen, sich auszutauschen, ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen und fördert die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Aufgrund nicht vorhandener bzw. schwer verständlicher Lautsprache und/oder auffälligen Kommunikationsverhaltens bedürfen ungefähr 15-20 % unserer Schüler  einer spezifischen Kommunikationsförderung.
Neben Einzelförderungen findet zweimal wöchentlich eine “Talker-Gruppe” statt, in der der Umgang mit elektronischen Kommunikationshilfen erlernt und erweitert wird. Eine Fachkonferenz berät über Einzelförderungen von SchülerInnen, gibt Hilfen beim Einsatz von unterstützter Kommunikation im Unterricht und bei der Versorgung mit Kommunikationsmitteln, hält Kontakt zu Hilfsmittelanbietern und dem internationalen Verband für unterstützte Kommunikation (ISAAC). Sie organisiert zudem jährlich eine “Talker-Freizeit”, auf der vorwiegend elektronische Kommunikationshilfen Anwendung im Alltag finden.
 
Unsere Ziele für die Zukunft sind:
  • eine selbstverständliche Anwendung unterstützter Kommunikation im Unterricht
  • ein guter Austausch mit anderen Schulen
  • Möglichkeiten für die Schüler, "online" zu kommunizieren
4.3 Arbeit mit verhaltensauffälligen SchülerInnen

Die Zahl der SchülerInnen mit Verhaltensauffälligkeiten ist in den letzten Jahren gestiegen. Im Bereich der Eingangsstufe und bei den SchülerInnen, die von anderen Schulen   zu   uns kommen,  ist   dieser  Anteil  unverhältnismäßig  hoch.  Bei  diesen SchülerInnen fällt ein hoher Förderbedarf im Bereich der Verhaltenssteuerung und der Sozialkompetenz auf. Hierzu gehören z.B. SchülerInnen mit Schwierigkeiten, Regeln zu erkennen und einzuhalten, mit aggressiven, destruktiven Tendenzen, mit autistischem Verhalten sowie mit Neigung zum sozialen Rückzug.

Ein Großteil der betroffenen Eltern ist durch das Verhalten ihrer Kinder häufig überfordert. Hier ist eine intensive Elternarbeit und Beratung erforderlich. Die Betreuung und Förderung dieser SchülerInnen erfolgt in den Klassen mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten (Klassenteams, TherapeutInnen, Eltern, Ärzte, ...) von großer Bedeutung. Eine Fachkonferenz für Erziehungshilfe wurde eingerichtet, kollegiale Praxisberatungen und Fortbildungen werden durchgeführt, Einzelbetreuungen finden statt.

4.4 PC in der Schule

Ein Teil unserer SchülerInnen ist aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nicht in der Lage, mit herkömmlichen Methoden die Schriftsprache zu erwerben, sich am Unterricht zu beteiligen und zu kommunizieren. Die Informationstechnologien unterstützen diese SchülerInnen, entsprechende Kompetenzen je nach ihren Möglichkeiten zu erlangen. Individuell angepaßte Geräte sind hierbei dringend erforderlich (siehe hierzu Punkt 4.2 Kommunikationsförderung). Mittlerweile sind nahezu alle Klassen mit einem oder mehreren Computern ausgestattet. Diese Geräte werden insbesondere für die Förderarbeit innerhalb der Lerngruppen eingesetzt. Darüber hinaus verfügt die Schule über einen PC-Raum mit z.Zt. 12 Arbeitsplätzen.
Desweiteren gibt es eine PC-Arbeitsgemeinschaft sowie eine PC-Bürogruppe (Praxistag). Lerninhalte sind u.a.:
  • Kennenlernen der Windowsoberfläche und deren Verwaltung
  • Formatieren und Kopieren von Disketten
  • Kennenlernen des Windows-Explorers 
  • Anlegen von Ordnern und Erstellen/Verwalten von Dokumenten
  • Erstellen von MS-Office Dokumenten 
  • Kennenlernen des Internets sowie gezieltes Suchen nach bestimmten Inhalten 
  • Erlangen des sogenannten "Internet – Führerscheins"
  • Erstellen einer eigenen Hompage-Seite ("Schulische Selbstdarstellung über Homepage im Internet")
Desweiteren wird eine interne Lehrerfortbildung zum Thema "Schule ans Netz" (Arbeitskreis PC-Internet) durchgeführt. Hier werden Grundlagen für die pädagogische Arbeit mit dem Internet sowie der sachgerechte Umgang mit diesem Medium vermittelt.

4.5 Sport


Der Sportunterricht stellt einen wesentlichen Bestandteil der Bewegungsförderung dar und wird insbesondere in der Primarstufe oft in enger Zusammenarbeit mit der Physio- und Ergotherapie durchgeführt. Er weist vor allem drei große Zielbereiche auf:
  • Förderung der Motorik durch die Erweiterung der Körper-, Bewegungs-, Raum- und Materialerfahrung
  • Förderung der Persönlichkeitsentfaltung durch Stärkung der Eigeninitiative und des Verantwortungsbewusstseins
  • Förderung elementarer sozialer Verhaltensweisen durch die Stärkung des gemeinsamen Handelns
In der Primarstufe stehen dabei die Förderung der Bewegungs-, Spiel- und Regelfähigkeit im Vordergrund. In der Sekundarstufe I gesellen sich zu dem Vorgenannten vor allem noch die Erhaltung bzw. Steigerung der Bewegungs- und Spielmotivation, so dass der Sportunterricht noch eine große Rolle im Rahmen der Freizeiterziehung übernimmt. Die Inhalte und Themen des Unterrichts orientieren sich daher sowohl am Regel- wie auch am Behindertensport. Um jedoch alle SchülerInnen ansprechen zu können, werden die zugrundeliegenden Spiele und Übungen deren individuellen Möglichkeiten angepasst.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Sportunterricht beim Versuch zu, die Klassen und die ganze Schule nach außen hin offener zu gestalten. Hierzu dienen diverse Aktivitäten, wie z.B. der Pausensport, der klassenübergreifende Unterricht, Sportturniere sowie schulübergreifende Sport- und Spielfeste.

Neben dem Sport- und Schwimmunterricht in den Klassen existiert an der HKS noch ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten:
  • diverse Arbeitsgemeinschaften (AG´s)
  • Sportfreizeiten: Skifahren, Wassersport, Reiten
  • schulinterne und -übergreifende Sportfeste
  • E-Rollstuhlsport
  • Pausensport
  • Sport- und Spielfeste mit Angeboten für schwerstbehinderte SchülerInnen
Das breitgefächerte Sportangebot wird durch klassenübergreifende Kooperation und intensive Zusammenarbeit zwischen Klassenteams und TherapeutInnen bereichert. Die neu eingerichtete Sportfachkonferenz bemüht sich insbesondere um Folgendes:
  • Erweiterung u. Verbesserung des Angebotes für schwerstbehinderte SchülerInnen
  • Neuorganisation der Materialverfügbarkeit
  • Neuanschaffung von Materialien
  • Einführung zielgruppenorientierter Spielturniere und -feste
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