orange Linie
Logo der Helen-Keller-Schule Wir stellen uns vor | Lernen an der HKS | Therapie & Pflege | Schulleben | Schulprogramm | Schülerseiten | Schülerzeitung | Förderverein | Schulpflegschaft | Kontakt Logo des Landschaftverbands Rheinland
Helen-Keller-Schule Essen
Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt: Körperliche und motorische Entwicklung
violette Linie

Schulprogramm

5 Was uns sonst noch wichtig ist!
5.1 Teamarbeit

Die Heterogenität der Schülerschaft sowie der zum Teil sehr hohe individuelle Betreuungs- und Förderbedarf erfordern die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Berufsgruppen. Die nachfolgende (unvollständige) Auflistung macht deutlich, welch hoher Regelungs- und Kommunikationsbedarf an der HKS vorliegt:

Klassen- und FachlehrerInnen, TherapeutInnen, Schulleitung, Pflegekräfte, Zivildienstleistende, Frauen im “Freiwilligen Sozialen Jahr”, Erziehungsberechtigte, Sekretärinnen, Hausmeister, Küchenpersonal, Busbegleitung, Ärzte, PsychologInnen, ErzieherInnen, Personal der Werkstätten für Behinderte sowie eine große Anzahl weiterer Ämter und Institutionen. Die Zusammenarbeit findet in Stufen-, Fach-, Klassen-, Gesamtkonferenzen, Teamsitzungen und Arbeitskreisen sowie in anderen Kooperationsformen statt.

Vorteile der Teamarbeit für die SchülerInnen sind u.a.:
  • das Ermöglichen einer ganzheitlichen und v.a. kontinuierlichen Erziehung und Förderung
  • die Eltern als “Experten” können LehrerInnen und TherapeutInnen wichtiges Hintergrundwissen vermitteln
  • die Nutzung der elterlichen Kompetenz im fachlichen, organisatorischen, außer- und nachschulischen Bereich
  • den SchülerInnen steht eine größere Auswahl erwachsener Bezugspersonen zur Verfügung
  • die Hilfe bei der Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln
  • die Belebung des Schullebens
Vorteile der Teamarbeit für die Eltern sind u.a.:
  • unter einem Dach beratende Hilfe, Ansprechpartner, kompetente Fachbereiche
  • vermittelnde Kontakte zu Ärzten, PsychologInnen etc.
  • Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung, Erziehungsberatung u.v.a.m.
5.2 Therapeutische Arbeit

Die HKS ist eine Ganztagseinrichtung. Das gibt uns die Möglichkeit, die therapeutische Arbeit in den Schulalltag zu integrieren. Die TherapeutInnen der HKS arbeiten ganzheitlich mit den SchülerInnen und stehen dabei im ständigen Austausch mit den LehrerInnen, Eltern, Ärzten und anderen Institutionen. Sie verstehen sich als Bestandteil des Kollegiums. Zur Zeit arbeiten an der Schule 4 ErgotherapeutInnen, 10 PhysiotherapeutInnen (davon 4 Teilzeitkräfte) und 2 Logopäden. Im folgenden werden die Therapieangebote der einzelnen Fachrichtungen dargestellt:

Physiotherapie
  • Diagnostik von Bewegungsstörungen
  • Einzelbehandlungen: u.a. nach Bobath, nach Vojta, nach Prinzipien der sensorischen Integration, manuelle Therapie, PNF, Atemtherapie, Hippotherapie, Schlingentischtherapie, Anleitung von Eltern und anderen Personen beim Umgang mit Hilfsmitteln, kollegiumsinterne Fortbildungen, Unterstützung bei Hilfsmittelversorgung, Zusammenarbeit mit Sanitätshäusern
  • Gruppenbehandlungen: Psychomotorik,  Haltungs-  und  Koordinationsgruppen, Trampolingruppen, Elektro- und Schieberollstuhlgruppen, Hippotherapie, Förderung im Schwimm- und Sportunterricht
Ergotherapie
  • Ergotherapeutische Diagnostik
  • Einzelbehandlungen: Basale Stimulation, Selbständigkeitstraining, Kommunikationsförderung, Arbeit nach Affolter, Sensorische Integrationstherapie, Hilfsmittelversorgung und Anleitung bei deren Einsatz in allen Schul- und Lebensbereichen
  • Gruppenbehandlungen: Koch-, Werk-, Rollstuhl- und Wahrnehmungsgruppen
Logopädie
  • Diagnostik von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Kommunikationsstörungen
  • Einzel- und Gruppenbehandlungen: Förderung der auditiven Wahrnehmung, Therapie von zentralen auditiven Wahrnehmungsstörungen, Dyslalien, phonologischen Störungen, Dyspraxien, Aphasien, Dysgrammatismus, Mund- und Essstörungen, Stimmstörungen, Dysarthro-pneumophonien, Sprechflussstörungen und Kommunikationsförderung, kollegiumsinterne Fortbildungen 
5.3 Medizinische Versorgung und Pflege

Die Schulpflicht bedeutet gerade für schwerer behinderte und chronisch kranke SchülerInnen auch das Recht auf Teilnahme am Unterricht. Hier werden i.d.R. pflegerische Maßnahmen notwendig, die nur von examinierten Fachkräften durchgeführt werden dürfen.

An der HKS sind zur Zeit sechs examinierte Pflegekräfte beschäftigt, drei davon halbtags.
Fachspezifische Aufgaben (Behandlungspflege) sind:
  • Sauerstoffgabe und Absaugen
  • Sondieren
  • Katheterisieren, Analtampon setzen, rektales Ausräumen
  • Medikamentengabe
  • Inhalation 
  • Betreuung von Komakindern
  • Erste Hilfe bei Unfällen und Krämpfen, ggf. Begleitung ins Krankenhaus
  • Lagerung
  • Hygiene (Anleitung von Lehrern, Zivildienstleistende etc.)
  • Dekubitusbehandlung
  • Selbständigkeitstraining
  • regelmäßige Kontrolle der Erste Hilfe Ausstattung
  • AnsprechpartnerInnen für medizinische Fragen, Elternberatung
Nicht fachspezifische Aufgaben (Grundpflege) sind:
  • Toilettengänge, Wickeln
  • Waschen, Duschen
  • An- und Auskleiden bei Schwimm- und Sportunterricht (Schwerstbehinderte)
Darüber hinaus ermöglichen sie durch ihre Begleitung auch den schwerer behinderten SchülerInnen die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen wie Klassenfahrten, Tagesausflügen, Praktika etc.

5.4 Zivildienst und "Freiwilliges Soziales Jahr"

An unserer Schule arbeiten zur Zeit neun Zivildienstleistende und drei Frauen im “Freiwilligen Sozialen Jahr”, deren Aufgabenfeld in den Klassen folgende Bereiche umfasst:
  • pflegerische Arbeiten
  • Hilfe beim Einsatz therapeutischer Hilfsmittel (z.B. Stehständer)
  • Beteiligung an der Esshilfe
  • Unterstützung der SchülerInnen in der Kommunikation
  • Hilfestellungen im Unterricht
  • Teilnahme an Klassenfahrten
Für die von ihnen betreuten SchülerInnen sind sie darüber hinaus wichtige Bezugspersonen.

Zusätzlich zu ihren Aufgaben in der Klasse begleiten sie SchülerInnen mit den Schulbussen zu Praktika, auf Ausflügen und zu klassenübergreifenden Freizeiten. Ferner helfen sie bei der Vorbereitung von Festen und Schulgottesdiensten und stehen dem Hausmeister für diverse Aufgaben zur Verfügung.

5.5 LehramtsanwärterInnen und PraktikantInnen

Die HKS ist auch für die Ausbildung der angehenden SonderpädagogInnen mit verantwortlich. Dies geschieht durch die Ermöglichung von Praktika (Schul-, Info- und Blockpraktika) und vor allen Dingen durch die Durchführung des Vorbereitungsdienstes.
Die HKS nimmt eine verhältnismäßig hohe Zahl an LehramtsanwärterInnen auf (z.Zt. sind es 11), die in der Regel in zwei Lerngruppen eingesetzt werden. Den Hauptteil an der Ausbildung leisten die MentorInnen. Für Absprachen zwischen Schule und Seminar sind insbesondere die AusbildungskoordinatorInnen zuständig.
Die Mitarbeit der LehramtsanwärterInnen im Klassenteam kann u.a. folgende Vorteile haben:
  • erweitertes Ideenspektrum
  • Anstöße zur Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis
  • erweiterte Differenzierungsmöglichkeiten
  • zusätzliche Ansprechpartner
Darüber hinaus leistet die Schule einen Ausbildungsbeitrag im therapeutischen und pflegerischen Bereich. Hier werden insbesondere Vor- und BlockpraktikantInnen betreut.

5.6 Konferenzen

An unserer Schule werden vielfältige Konferenzen durchgeführt, die sich an den pädagogischen und organisatorischen Erfordernissen des Schullebens orientieren. Sie sollen den schulrelevanten Informationsfluss gewährleisten, die Transparenz für pädagogische, finanzielle und organisatorische Entscheidungen sicherstellen sowie die Möglichkeit zur Diskussion dieser Entscheidungen bieten.
Da die Aufgaben der Schule in den letzten Jahren vielfältiger geworden sind und sich inhaltlich stark verändert und ausdifferenziert haben, wird daran gearbeitet, die schulischen Mitwirkungsorgane an die aktuellen Anforderungen anzupassen. Die strukturellen Voraussetzungen dazu werden auf den unterschiedlichen Konferenzebenen erarbeitet und vorbereitet. Zu nennen wären u.a.:
  • Schulkonferenz
  • Gesamtkonferenz
  • Primarstufenkonferenz
  • Sekundarstufenkonferenz
  • Fachkonferenzen (Kommunikationskonferenz, Sportfachkonferenz, Fachkonferenz für Erziehungshilfe etc.)
5.7 Elternarbeit

Die Arbeit an der Schule für Körperbehinderte erfordert eine besonders intensive Kooperation zwischen LehrerInnen, TherapeutInnen, Pflegekräften und Eltern. Über die  im Schulmitwirkungsgesetz vorgesehenen Elternaktivitäten hinaus (Klassen- und Schulpflegschaft, Schulkonferenz, Hospitationen, Elternsprechtage) werden an unserer Schule zahlreiche Formen der Elternarbeit praktiziert:
  • Erstkontakt im Rahmen des Aufnahmeverfahrens
  • Elternabende
  • schriftliche/mündliche Mitteilungen (Elternbriefe, Mitteilungshefte und -recorder, Talker)
  • Hausbesuche
  • Begleitung bei der Vorbereitung auf die nachschulische Situation
  • Einzelgespräche
Viele Eltern engagieren sich zudem sehr intensiv bei der Vorbereitung und Durchführung der regelmäßig stattfindenden Schulfeste. Dank ihres großen Engagements können hierdurch erhebliche Geldbeträge der Fördergemeinschaft zur Verfügung gestellt werden, die dadurch in der Lage ist, sich  finanziell für die Schule einzusetzen.

5.8 Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

Über die interne schulische Arbeit hinaus sind zahlreiche Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen notwendig, um zum einen den individuellen Förderbedürfnissen und dem Beratungsbedarf im familiären Umfeld Rechnung zu tragen und zum anderen, um die Freizeitgestaltung bzw. die Erfahrungswelt der SchülerInnen zu erweitern. Besonders wichtig sind Kontakte zu folgenden Institutionen:
  • Soziale Einrichtungen: Arbeitsamt, Ausländerbehörde, Behindertenberatungsstelle, Behindertenreferate der Kirchen, Berufsbegleitender Dienst, Erziehungsberatungsstellen, Fachärzte, Frühfördereinrichtungen, Gesundheitsamt, Jugendamt, Jugendhilfeplan, Schulberatungsstellen, Versorgungsamt, Wohlfahrtsverbände u.v.m.
  • Kulturelle Einrichtungen: Freizeiteinrichtungen privater Initiativen, Kultureinrichtungen, Pädagogische Dienste von Museen und Theatern, Behindertensportverband, Stadtsportbund (ESPO), Sportvereine u.v.m.
Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen bereichert die pädagogische Arbeit und erweitert die Handlungskompetenzen aller beteiligten Personen (Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen). Sie erfordert jedoch ein hohes Maß an Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit.

5.9 Freizeitsituation / -angebote

Ein großer Teil der SchülerInnen ist ohne Unterstützung nicht oder nur eingeschränkt in der Lage, bestehende außerschulische Freizeitangebote wahrzunehmen. Aus diesem Grunde hat die Freizeiterziehung an der HKS einen hohen Stellenwert. Von der Vielzahl an schulischen Freizeitangeboten seien exemplarisch folgende genannt:
  • Klassenfahrten
  • Schulfreizeiten ( E-Rolli-, Ski-, Reit-, Talker- und Surffreizeit)
  • Exkursionen/Unterrichtsgänge
  • Tagesausflüge
  • Disco
  • Pausengestaltung (z.B. Schülerbücherei, Turnhalle, Spielmaterialien und -geräte)
Das schulinterne Freizeitangebot wird von den SchülerInnen intensiv genutzt. Es gibt mittlerweile eine wachsende Zahl an außerschulischen, integrativen Angeboten, für die v.a. kirchliche und kommunale Träger sowie die Ortsgruppen/-vereine diverser Landesverbände verantwortlich zeichnen. Diese könnten jedoch noch stärker in Anspruch genommen werden. Von schulischer Seite sollen deshalb in Zukunft die Schüler und Eltern noch besser über das bestehende Angebot und die Nutzungsmöglichkeiten informiert werden. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Trägern sollte intensiviert werden. Hilfreich sind hierbei:
  • Schulfeste
  • Projektwochen
  • Klassenprojekte
  • Informationsmaterialien
  • Erfahrungsberichte
5.10 Pausensituation und Gestaltete Freizeit

Um unseren SchülerInnen sowohl eine sinnvolle Pausengestaltung als auch Erholung und Entspannung zu gewährleisten, stehen folgende Bereiche und betreute Angebote zur Verfügung:
  • Hof 1 (Steinhof)
  • Hof 2 (Gummihof)
  • 3 Pausenhallen
  • Turnhalle
  • Schülerbücherei
  • 1 Ruheraum
  • Kiosk
Für den Pausen- und Freizeitbereich verfügt unsere Schule zur Zeit über folgende Materialien:
6 Tischtennisplatten, Basketballkörbe auf dem Schulhof, Fußball- und Hockeyfeld mit Toren, Hinkelkästchen, überdachter Sandkasten, 2 Klettergeräte, Schaukeln, Wippe, 4 Kicker, 2 kleine Billardtische, Sitzecken sowie die Materialien der Turnhalle.

Alle Angebote werden intensiv genutzt. Das Pausenangebot sollte jedoch stets den Bedürfnissen der sich verändernden Schülerschaft angepaßt werden. Für die nähere Zukunft ist die Umsetzung der folgenden Maßnahmen geplant:
  • Ausgabe von Spielmaterialien
  • Angebot einer Disco-Ecke
  • Einsatz der Snoezel-Räume zur Entspannung
  • Filmangebot in den Regenpausen
  • weitere Sitzecken mit mobiler Abtrennung in der Eingangshalle
5.11 Schulfeste

In unserer Schule finden über das Jahr verteilt zahlreiche Feste und Aktivitäten statt. Für die gesamte Schule gehören dazu das Sommerfest, der Weihnachtsbasar und die Sportfeste. Darüber hinaus werden in den Stufen bzw. Klassen weitere Veranstaltungen, wie z.B. Einschulung, Abschlussfeier, Weihnachtsfeier, St. Martin, Karneval u.v.m. durchgeführt.

Alle diese Aktivitäten können nur durch das sehr große Engagement von Eltern, SchülerInnen und KollegInnen realisiert werden. Sie ermöglichen allen, die Schule einmal von einer anderen Seite zu erleben. Darüber hinaus bieten sie Außenstehenden immer wieder die Gelegenheit, unsere Schule kennenzulernen.
Wir arbeiten daran, eine größere Anbindung an den Stadtteil sowie eine stärkere Einbindung der Schulfeste in schülerorientierte Projekte zu erreichen.

zurück zum Inhaltsverzeichnis
rote Linie
© Helen-Keller-Schule Essen